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Ollanner Radteam e.V. Forum


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Dieses Thema hat 73 Antworten
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Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

15.05.2011 22:04
#61 RE: Zeitfahren 2011 antworten

@Ralph: Das Zeitfahren ist gut gelaufen. Die ersten 50 Teilnehmer sind nass geworden.
Der vorletzte hat gewonnen (der, der so verdammt schnell war!).

In der Formel für die Berechnung scheint ein Fehler gewesen zu sein. Passiert!
Macht nichts, da das Ergebnis gleich bleibt, nur die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit stimmte nicht.

Trotzdem hatte Armin Fischer über 43 km/h drauf. Wahnsinn!

Ich bedanke mich jetzt schon bei allen! Ganz stark, was wir heute abgeliefert haben. Wirklich!

Auch wenn Kersten nicht Kerstin ist und ein Mann ist, egal!

Ganz großes Kino!

Ich werde noch einen genauen Bericht schreiben. Vielleicht tut es jemand anderes auch....

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

15.05.2011 22:14
#62 RE: Zeitfahren 2011 antworten

So geschrieben von "Hanseat" bei Helmuts Fahrradseiten!
In dicker Schrift unsere Motivation!!!!!!!!!!!!!!!!


Ollaner Zeitfahren in Grünendeich 2011
Aufhören, wenn es am schönsten ist!

Was für ein persönlicher Saisonabschluss! Bei all meinen diesjährigen Veranstaltungen in Celle, Scheeßel, Gartow, Harz, Hartenholm und Hemdingen hatte ich perfektes Wetter. Petrus wollte mir wohl einen sonnigen Abschluss bescheren. Für mein allerletztes Rennen, das Zeitfahren des Ollaner Radteams in Grünendeich sollte es anders kommen. Die Woche schaute ich noch öfter als gewohnt auf die Wetterprognosen und machte mir ein bisschen Sorgen. Erst wurde Dauerregen vorhergesagt, desto näher man dem Termin kam, wechselten die Aussichten in Richtung kühles Schauerwetter mit böigem Wind. Es könnte also ein Wetterlotterie-Wettkampf werden. Ich startete mit der Nummer 118 und war somit fast am Ende des Starterfeldes. Während Uwe, Rocky, Gbro, Ulrike, Konkursus und viele andere also bereits im Ziel waren, habe ich mich erst in Radsportklamotten geschmissen. Eigentlich gar nicht schlecht, so konnte ich gestern Abend noch den Eurovision Songcontest komplett anschauen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Heute Morgen um 9 Uhr wurden Jacky+3 und ich von einem wolkenbruchartigen Schauer geweckt, ich hoffte inständig, dass die Strecke in den nächsten drei Stunden abtrocknen sollte. Um 10:30 Uhr auf dem Weg nach Grünendeich überraschte uns ein nächster Schauer, Uwe war mit der Startnummer 3 bereits auf der Strecke, wir hielten am Straßenrand und als Uwe vorbeirauschte, feuerten wir ihn kräftig an.

Meine konkrete Vorbereitung auf das Rennen begann bereits am Freitagabend. Weil ich mir über das unsichere Wetter am Sonntag im Klaren war, wollte ich für mein letztes Rennen nichts dem Zufall überlassen. Die letzten zwei Tage verbrachten wir bei meiner Mutter in Stade und so hatte ich die Chance, die Strecke am schönen Freitagabend komplett abzufahren, um die Kurven dann im Rennen bei möglicherweise nassen Bedingungen richtig einschätzen zu können.

Im Start- und Zielbereich wurden die Fahrer im Minutenabstand gestartet. Ich parkte meinen Wagen und begrüßte den grad ins Ziel gekommenen Uwe und auch viele andere. So langsam spürte ich die Aufregung. Die Straßen waren nun ja noch nass und ich stand im Zwiespalt. Sollte ich heute nochmal alles rausholen oder fahre ich gerade bei feuchten Straßenbedingungen besser verantwortungsbewusst und nehme in den Kurven zurück? Die Antwort sollte mir später abgenommen werden.

Etwa 40 Minuten vor dem Start kam Robert Kores, der Sieger vom Run+Bike in Hemdingen ins Ziel. Trotz eines einsetzenden Schauers nutzten wir die Gelegenheit zusammen zu klönen, indem Robert sich seine Beine locker fuhr und ich mich auf einer 5 km-Schleife einrollte. Robert ist aufgrund noch weiterer anstehender Wettkämpfe heute nicht voll gefahren, konnte sich aber trotzdem wie auch sein Kumpel Eric unter den besten 15 platzieren.

Dieser Event war von besonders persönlicher Note, weil mein Vater und an anderer Stelle meine Mutter an der Strecke standen. Beide wohnen nur wenige hundert Meter bzw. Kilometer von der Zeitfahrroute entfernt. Am Start gab es noch einen Kuss von Jacky+3 und pünktlich um 11.58 Uhr wurde mir von der Ollaner Rennziege der Start erteilt. In der Einmündung auf die Hauptstraße standen mein Vater und seine Frau und feuerten mich an. Ich bemerkte, dass aufgrund des frischen Windes die Strecke schon nicht mehr nass war und sich in den nächsten 40 Minuten weiter abtrocknen sollte. Der erhoffte Vorteil also! Petrus ist dieses Jahr echt auf meiner Seite und versorgte mich im ersten Rennviertel mit Rückenwind! Das Kopfsteinpflasterstück nach anderthalb Kilometern rüttelte mich kräftig durch. Danach folgten viele weite uneinsichtige Kurven durch Mittelnkirchen, die ich aber nach meiner Einschätzung vom Freitag mit voller Geschwindigkeit nehmen konnte. Hier habe ich sicherlich Zeit gutmachen können.

In Neuenkirchen ging es dann in einer Rechts-Links-Kombination über die Lühe und nun folgte ein schwerer Abschnitt, weil es von vorn gegen die vier Windstärken ging. Hier konnte ich die ersten vor mir gestarteten überholen. Nach 8,5 Kilometern galt es nun die Autobahnbrücke zu überqueren. 10 Höhenmeter bei 5 % Steigung taten gegen den Wind ziemlich weh, hier stieg mein Puls auf seinen Maximalwert von 187 bpm. Einer kleinen Abfahrt folgt eine enge Rechtskurve. Nun schließt sich ein Streckenabschnitt von 9 Kilometern an, der stets parallel zur Bahnstrecke nach Stade verläuft. Der Rhythmus wird allerdings von ein paar kleinen Steigungen, zwei engen Schikanen, einem kleinen Naturstraßenstück und dem Überqueren der Dollerner Straße unterbrochen. Bei letzterer hatte ich einen kleinen Schreckmoment, weil die Wellen beim Kreuzen der Landesstraße mir beinahe meinen Lenker entrissen! Aber alles gut gegangen! Der Wind von vorne machte einem zwar zu schaffen, aber weil sich die Strecke hier teilweise im Windschatten des parallel verlaufenden Geesthanges befindet, zeigte mir mein Garmin auch oft die 4 als erste Ziffer an.

Bei der Kurve unter der Autobahnbrücke standen dann meine Mutter, ihr Mann und Hund und motivierten mich zusätzlich. Leider blieb keine Zeit zum Grüßen, ich konzentrierte mich auf den Kurvenradius. Es folgte eine kleine Rampe hoch zur Brücke über die Ostumgehung, die ich als Kind so oft beim Inlinern runter gesaust bin. In der Abfahrt naht sofort eine enge Rechtskurve und nun wusste ich, dass ich das schwerste hinter mir hatte. Erste Glücksgefühle stiegen in mir hoch, weil ich wusste, dass für die letzten neun Kilometer quer durch die Obstgärten der Wind meist von hinten kommt. Durch den Schiebewind stieg der Speed auf Werte um 45 km/h. Hier überholte ich Thali und rief ihm nochmal „Super, Thali!“ zu. Super Leistung übrigens, Thomas, Konkursus geschlagen! Dann ging es links ins Siebenhöfener Feld, eine Straße, die sich demnächst in den „richtigen“ Navigationsgeräten und in Bing Maps wiederfinden wird (Ich habe dafür gesorgt).

Schließlich ging es rechts auf die Hauptstraße nach Grünendeich-Steinkirchen. Aufgrund der vielen Schlaglöcher in diesem Abschnitt entschied ich mich für die mittige Variante auf der Fahrbahn. Und es lief gut. Der Wind und das Wissen, das Rennen bald erfolgreich abzuschließen, ließen mich nochmal auf bis zu 48 km/h beschleunigen. „Bam, Bam!“ Die Oberschenkel glühten! Kurz vor dem Rechtsabbiegen in den Mühlenweg konnte ich einen relativ fixen Zeitfahrer überholen! Ein großer Motivationsschub! Ich bemerkte meinen Vater an der Kreuzung, der Fotos von mir schoss! Bei Puls 185 versuchte ich diese Schikane sicher, aber schnell zu nehmen.

Dann der letzte Kilometer auf dem schmalen Mühlenweg! Hoffentlich läuft jetzt keine Katze mehr auf die Strecke! Ich freute mich riesig auf das Ziel, wusste, dass gleich die Sporthalle links erscheinen würde. Dann kam die letzte Linkskurve, ich ging nochmal raus aus dem Sattel beschleunigte und schrie unter dem Zielbanner unter dem Beifall einiger Zuschauer mein Glück heraus! Jacky+3 stand 50 Meter weiter und umarmte mich minutenlang! Geschafft, es war vollbracht! Gesund und schnell ins Ziel bei meinem letzten Rennen! Uwe kam dazu und beglückwünschte mich. Ich bin auf die Sekunde 41 Minuten gefahren, was auf 27,8 km Streckenlänge einen Schnitt von 40,7 km/h entspricht! 179 BpM war mein Durchschnittspuls! Ich war überglücklich! Vielen Dank an die tollen Streckenposten, die auf der gesamten Strecke verteilt wirklich auf jeden Gefahrenpunkt aufmerksam machten und uns den Verkehr vom Hals hielten.

Die Siegerehrung erfolgte und ein kleiner lustiger Faux-Pas passierte bei der Prämierung der Frauenwertung! Ein männlicher Fahrer namens Kersten wurde als Siegerin ausgerufen, aber es war natürlich Stefanie Wasmundt, die dieses Rennen gewann! Ulrike schaffte einen tollen dritten Gesamtrang! Der Einsatz für die Frauenklassifizierung hatte sich gelohnt! Bei den Männern siegte Armin Fischer, der eigentlich einem Verein in Hessen angehört, aber diese Veranstaltung aufgrund eines Kurzurlaubs im Norden mitnahm und direkt mit fantastischem Schnitt gewann! Übrigens sind die Geschwindigkeiten in der Ergebnisliste leider falsch berechnet. Hier liegt wohl eine falsche Streckenlänge als Referenz vor. Ich finde, dies sollte ausgebessert werden. Denn ich möchte mich nicht mit einem 44er Schnitt rühmen, es waren „nur“ 41 km/h.

Leider gab es keine Altersklassenwertung. Für mich etwas schade, dass ich trotz meines sechsten Gesamtrangs keine Anerkennung durch Altersklassenwertung oder Urkunde bekam. Leistungsmäßig war das Ollaner Zeitfahren sicher neben dem Gartower Seeduathlon mein großer persönlicher Höhepunkt meiner kleinen Radsportkarriere. Nun muss ich mich allein an der Ergebnisliste erfreuen!

Aber im dritten Jahr möchte das Ollaner Radteam eine Altersklassenwertung einführen, für mich leider zu spät… Dennoch wird hier etwas Großes auf die Beine gestellt! Ich bin sicher, das Rennen wird sich etablieren! Herzblut der Organisation und eine tolle, anspruchsvolle Streckenführung durch die Obstgärten des Alten Lands werden dies ermöglichen.

Persönliches Fazit: Sicherlich ein bisschen bevorteilt durch trockenere Verhältnisse als bei den Frühstartern, aufgrund meiner persönlichen Motivation, an der Familie in heimatlichen Gefilden entlang zu rasen und meiner guten Streckenkenntnis konnte ich heute mein absolutes Maximum herausholen! Ich bin trotz Brot und Wasser und geringeren Trainingsumfängen direkt in der „Phalanx der Unerreichbaren“ angekommen und schaue nun etwas stolz auf den vorläufigen Ausklang meiner Radsportkarriere! Ich konnte mich in den letzten drei Jahren im Zeitfahren stets verbessern. Auch verbessertes Material führte zu stetig schnelleren Geschwindigkeiten. Mir macht es Spaß, mich auf dem Rad zu quälen und dabei meine Grenzen zu verschieben! Ich habe Blut geleckt und bin bestimmt bald aus der Babypause wieder zurück!

Euer Alex

speedjunkie Offline




Beiträge: 1.032

15.05.2011 22:17
#63 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Klasse Bericht.
Glückwunsch an das gesamte Team und im besonderen auch die Organisatoren.
Hatte mich nur gewundert das im Forum so gar nichts zu lesen war.

Lg
Ralph

Es ist auch eine Frage des eigenen Horizonts wie weit man sehen kann.

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

16.05.2011 14:35
#64 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Ich habe noch eine Kaffeekanne weiß von Severin über.

Haken und Bänder vom Pavillon.

Bitte melden.

Georg Offline




Beiträge: 922

16.05.2011 14:43
#65 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Hallo,

möchte mich in aller Form entschuldigen, daß ich kurzfristig doch noch verhindert war. Ich hoffe, die Nachrichtenübermittlung hat geklappt - hatte nur Haky in meinem Handy und ihn gebeten, Björn Bescheid zu sagen.

Ansonsten Glückwunsch zum offenkundig sehr gelungenen Event! Ich finde es wirklich bemerkenswert, was für Leute da inzwischen kommen...reihenweise Schnitte über 40...

Hoffentlich kriege ich es wenigstens nächstes Jahr hin, mitzuhelfen.

Haky Offline




Beiträge: 3.462

16.05.2011 19:59
#66 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Garmin wieder da!!! Ist zwischen toastbrot gerutscht...:-) danke fürs suchen....

Das Leben ist wie ein Fahrrad: Man muss sich ständig fortbewegen, wenn man das Gleichgewicht nicht verlieren will.
Einstein.....

bassoopa Offline




Beiträge: 1.510

16.05.2011 20:59
#67 RE: Zeitfahren 2011 antworten

dann ist ja gut....

Luedel Offline




Beiträge: 986

16.05.2011 21:33
#68 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Die Bilder vom Action Fotograf Werner Oppermann sind online und können bestellt werden.
http://www.actionbilder-oppermann.de

Gruß Luedel

Haky Offline




Beiträge: 3.462

17.05.2011 07:08
#69 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Kann es sein, das die schnitte immer noch nicht stimmen??
Mein garmin sagt über 35kmh schnitt!
@basso, hast du meine zwei Minuten Verspätung berücksichtigt?
bin ja erst 09.57 gestartet.....

Das Leben ist wie ein Fahrrad: Man muss sich ständig fortbewegen, wenn man das Gleichgewicht nicht verlieren will.
Einstein.....

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

17.05.2011 08:23
#70 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Hier weitere Berichte:

http://www.zevener-fahrradverein.de/inde...ichte&Itemid=60

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/viewtopic.php?t=4066

@Basso: Hast Du noch den Zettel mit der richtigen Zeit von der Startnummer 101?

Pantani Offline




Beiträge: 2.229

17.05.2011 11:00
#71 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Das hört sich doch alles super an!!!

Haky Offline




Beiträge: 3.462

17.05.2011 22:32
#72 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Was Nu mit meinem schnitt*
?

Das Leben ist wie ein Fahrrad: Man muss sich ständig fortbewegen, wenn man das Gleichgewicht nicht verlieren will.
Einstein.....

bassoopa Offline




Beiträge: 1.510

18.05.2011 00:35
#73 RE: Zeitfahren 2011 antworten

du bekommst gleich einen Schnitt...
erst den Start verpennen, dann auch noch einen korrigierten Schnitt haben wollen...

shit happens

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

27.05.2011 11:04
#74 RE: Zeitfahren 2011 antworten

Jetzt sind alle Bilder online....

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