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Ollanner Radteam e.V. Forum


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Dieses Thema hat 96 Antworten
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Georg Offline




Beiträge: 922

29.06.2011 17:29
#76 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

Zitat von Ollanner Rennziege
Die ersten Fotos sind online:

https://picasaweb.google.com/ollanner.ra...andergiro201102

Schickt mir bitte eure Fotos (verkleinert) zu.....



Welches Format hättest Du denn gerne?

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

29.06.2011 18:25
#77 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

jpeg, Größe für eine Webseite.......

Martin Offline



Beiträge: 447

29.06.2011 20:56
#78 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

Hallo Ollanner,
tolle Truppe. Dass ich die Möglichkeit bekommen habe und auch nutzen konnte an so einem Event teilzunehmen, gaaaaanz großes Kino.
Für die Motivation und techn. Unterstüzung, DANKE.

Da ich zur Zeit noch in Nauders (bis Freitag)ein paar Tage Urlaub verbringe, werden meine Bilder etwas später kommen.
Georg, zu Hause noch mal in Ruhe.

Haben heute noch mit dem Hotelbesitzer eine Bergwanderung unternommen (auch noch tolle Bilder auf Teile der Strecke aus 2400m).
Zum Abend habe ich (natürlich ;-) noch das Mittwoch-Training gemacht, leider ohne euch (Reschensee und einmal Martina, war unsere Warmfahrrunde am Samstag.

beste Grüße,
bis dann,
Martin (und Martina)

Michael Offline




Beiträge: 954

30.06.2011 11:06
#79 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

Weitere Bilder zum Dreiländergiro 2011 sind online.

https://picasaweb.google.com/ollanner.ra...andergiro201102

Georg Offline




Beiträge: 922

01.07.2011 12:32
#80 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

Hier ist ein krasses Video von der Abfahrt vom Stelvio...

http://www.youtube.com/watch?v=VSfgopNn4NQ

Ab 3:20 wird es ziemlich rasant...

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

01.07.2011 18:16
#81 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

Video ist schon ziemlich gut....

Habe mal nach unserer reinen Fahrzeit geschaut. 8 Std 34 Min......knappe 20 KM/H im Durchschnitt.

Kann man als Flachlandtiroler ganz gut mit leben.

Haky Offline




Beiträge: 3.462

01.07.2011 21:14
#82 RE: dreiländergiro Thread geschlossen

tolle Bilder.....bin scho ein bissle neidisch......hoffe mal das ich bald wieder ein rad hab...

Das Leben ist wie ein Fahrrad: Man muss sich ständig fortbewegen, wenn man das Gleichgewicht nicht verlieren will.
Einstein.....

Georg Offline




Beiträge: 922

02.07.2011 20:41
#83 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Vorgeplänkel

Donnerstag Abend, gegen 20 Uhr....langsam wird mir bewusst, daß ich wirklich den Dreiländergiro mitfahren werde. Morgen früh wird Björn vor der Tür stehen, wir werden mein Rad und mein Gepäck einladen, und dann gibt es kein zurück mehr. Immer wieder geistert ein Gedanke durch meinen Kopf: "Ruf Björn an, sag das ab! Du bist nicht fit genug dafür! Scheiß auf das Geld für Start und Pension!"

Doch ich will mir diese Blöße nicht geben, will auch die Kameraden nicht enttäuschen. Letztlich will ich es selbst erfahren, was das heißt: Alpen. Pässe. Alpenpässe!

Also noch mal alles am Rad kontrolliert, die Kompaktkurbel und das 28er Ritzel hatte ich schon am Vorabend montiert und eingestellt. Alles dabei? Nervös gehe ich meine Ausrüstung mehrfach durch. Nur nichts vergessen, wer weiß, was für Wetter wir bekommen werden? Nachts kann ich nicht recht einschlafen, und als um 4:30 der Wecker klingelt, fühle ich mich wie gerädert. Auch mit 4 Tassen Kaffee läßt sich mein Verdauungsapparat nicht zur Mitarbeit überreden - der weiß wohl, daß er unkündbar ist: Es wird nicht vor 8:30 aufgemacht, wie jeden anderen Tag auch. Hoffentlich ist das am Sonntag anders, denn da müssen wir genauso früh heraus!

Hinreise und Ankunft

5 vor 6 stehe ich im Hausflur, eine Minute später Björn mit dem Lühe-Gemeindebus in der Einfahrt.

Einladen und weiter - nach und nach werden die Kameraden eingesammelt. Über die 10 Stunden Auto-Ochsentour will ich nicht viel Worte verlieren. Björn hat uns heldenhaft und zügig (sehr zügig!) ohne Ablösung sicher ans Ziel chauffiert.

Mein erster Eindruck der Alpenkulisse ist intensiv. Zwar bin ich nicht das erste Mal in den Bergen, aber in dem Bewusstsein, da irgendwie hochfahren zu müssen, mit dem Fahrrad, wirken die schroffen Granitgiganten gleich doppelt so abweisend, steil und hoch. Majestätisch und unnahbar.

Die Pension auf der Norbertshöhe ist ein wahres Juwel - tolle Aussicht, schöne Gebäude, die Zimmer grosszügig und blitzsauber. Schnell sprechen Michael M. und ich uns ab, ein Zimmer zu teilen, weil wir beide nicht schnarchen. (Was offenbar nicht ganz stimmt, wie sich später herausstellt.)

Erste Höhenmeter und leckeres Essen

Frank motiviert Michael und mich, noch eine "Minirunde" zu fahren: Einmal nach Martina in der Schweiz hinab, und wieder zurück zur Norbertshöhe. Der Schlußanstieg des Giro. Schnell umgezogen und die Räder startklar gemacht, dann geht es los bei einem recht frostigen, scharfen Wind, und zwar gleich in die Abfahrt. Obwohl die Geraden zwischen den Spitzkehren ziemlich kurz sind, stehen immer wieder über 60 km/h auf dem Tacho, und das Einbremsen in die Haarnadelkurven ist mir gänzlich ungewohnt und auch ziemlich suspekt. Nach der dritten oder vierten Kehre merke ich aber, daß ich das ganz gut hinbekomme - eine Sorge weniger. Unten an der Zollstation halten wir uns ein paar Minuten auf - Frank's Tacho mag nicht. Dann auf den Rückweg in den Anstieg zur Norbertshöhe. Frank legt flott vor, doch dank des neuen Bergganges (34/28) kann ich das Tempo mitgehen - meine ich. Schon ein paar hundert Meter weiter merke ich, daß mir die Luft ausgeht. Komisch, zuhause in der Ebene sind es meistens die Beine, die dem Tempo die Grenze setzen. Ich lasse mich zurückfallen, bin aber offenbar immer noch zu schnell, und muss mehrfach Pausen einlegen, bei denen ich nach Luft schnappend über dem Lenker hänge. Michael begleitet mich die letzten 5 oder 6 Spitzkehren nach oben und versucht mich zu motivieren. (Danke! - Sonst hätte ich vielleicht geschoben - wie erniedrigend.)

Zurück in der Pension ist meine Stimmung ziemlich unten. Wenn ich schon die Norbertshöhe kaum schaffe, wie soll ich dann den Ofenpass und die anderen Höhenmeter bewältigen??? Denke ständig ans nicht-Starten, auch wenn ich äußerlich rumflaxe. Mir ist noch Björns Schilderung aus dem letzten Jahr sehr präsent. Nur nicht in den Besenwagen!

Abendessen ist ABSOLUT Top, wie die ganze Verpflegung in der Pension. Die eine Bedienung fasziniert die ganze Truppe, und es wird stellenweise recht zotig...Männer halt, wir können nichts dafür.

Einrollen an Samstag

Wir fahren eine kleine Eingewöhnungsrunde, am See entlang. Grandiose Landschaft und ein toller Radweg - diesen Abschnitt sollten wir ruhig einpacken und mitnehmen! Anschließend noch die Startnummern abgeholt. Zu meinem Verdruß ist meine Nummer für die 'B' Strecke knallorange, und ich muss mir von den Kameraden diverse Witzchen zur 'Mädchenstrecke' und zum 'Behindertenausweis' anhören. Zufällig habe ich heute Geburtstag, und mir wird verheißen, ich bekäme einen tollen neuen Carbon-Rahmen....den ich aber oben auf den Stelvio abholen müsse....jaja. Da schleppe ich doch lieber meine Wasserrohre auf der kleinen Strecke rum. Auf so einem heliumgefüllten Ruß-Plastik Ding kann ja jeder die Pässe hochschweben...

Das Abendessen läßt sich wieder toll an - bis mir böses Gegrummel und Druck im Bauch den Essensstop signalisiert. Ich lasse die beiden letzten Gänge stehen und verzieh mich auf's Zimmer. Flotter Otto...Nervosität oder was Falsches gegessen? Hoffentlich ist das morgen weg!! Wiederum unruhige, kurze Nacht.

Quäl Dich!

Der Wecker piepst, und während ich mich benommen aufrichte, kann Michael das Witzemachen selbst früh morgens nicht lassen: "Es regnet, die Strassen sind patschnass..."

Ein Blick aus dem Fenster belehrt mich eines Besseren: Das war kein Witz! Trotzdem Dusche, anziehen, Frühstück. Naturgemäß ist die Stimmung allerorten gedrückt. Ich nehme mir vor, nicht zu fahren, wenn es so nass bleibt, schon wegen der Abfahrten.

Als wir nach Nauders runterrollen, nieselt es noch. Eiskalt schlagen die Tropfen ins Gesicht und an die nackten Beine. Wir mogeln uns seitlich in die Masse der wartenden Fahrer. Der Puls steigt mit der Lautstärke der Musik, mit der wir, im steten Wechsel mit launigen Sprüchen des Veranstalters "Das Wetter wird besser, da steht einer gemütlichen Radwanderung nichts mehr im Weg...", dauerberieselt werden. Und tatsächlich hört der Regen auf!

Endlich ist es 6:30, und zu den beruhigenden Klängen von AC/DC setzt sich der Pulk langsam in Bewegung. Da es gleich in den kleinen Anstieg zum Reschenpass geht, ist das Anfangstempo gemäßigt - gut so. Ich hatte Sorge, die Leute würden gleich so losballern wie bei den Cyclassics, aber es läuft gesittet ab. Auffällig sind aber die vielen Pannen gleich zu Anfang - merkwürdig.

In flottem Tempo geht es am Reschensee vorbei in die erste Abfahrt Richtung Glums. Hier erlebe ich, was sich auf der ganzen Strecke wiederholen sollte: Bergab bin ich schnell, überhole die Mitfahrer im Dutzend. Wahrscheinlich ist es die Kombination aus schwerem Stahl und super leichtlaufenden Campa-Lagern....;). Spass beiseite, ich glaube, daß ich mich einfach kleiner mache als die meisten anderen - Kinn auf den Vorbau, Ellenbogen einziehen, dann läuft das. Leider (oder glücklicherweise?) kann ich meinen Tacho aus dieser Position nicht sehen. Gefährlich finde ich die immer wieder auf der Gegenfahrspur geparkten PKW - was soll das?

Da kommt auch schon die Streckenteilung - Männer links, Kinder und Frauen rechts. Schnell frische ich das Makeup in meinem geliebten Rückspiegel auf und biege rechts ab. Nach ein paar hundert Metern leichten Anstiegs halte ich an - Regenjacke aus und in die Trikottasche gestopft, Armlinge runtergestreift - weiter!

Noch bin ich guter Dinge - wenn der gesamte Anstieg zum Ofenpass so läuft, wo soll das Problem sein? Da mein Uralt-Tacho mir nicht verrät, wieviel Prozent die Steigung denn hat, lasse ich mich täuschen, denn plötzlich wird es viel schwerer. Kein Problem, denke ich, einfach ein oder zweimal runterschalten, dann läuft das. Verflixt, meine Schaltung klemmt! Nach einem Blick auf's Ritzelpaket dämmert es mir: Ich bin schon auf dem größten Ritzel. Das Tempo und die Trittfrequenz fällt, der Puls steigt. Immerhin fällt das auch den Mitfahrern erkennbar schwer, das beruhigt mich etwas. Nach Taufers wird es wieder leichter, und als ich in St. Maria an der Labestation halte, fühle ich mich frisch und optimistisch. Während ich mir eine Banane reinwürge (ich mag keine Bananen), macht mir ein Österreicher - kaum verständlich diese Eingeborenensprache - weiteren Mut: Ab jetzt gehe es ganz gleichmäßig bis zum Pass, nicht mehr solche Rampen wie vor Taufers. Blond und blöd wie ich bin, kapiere ich nicht, was er wirklich meint...

Kaum aus dem Ort heraus geht es erst so richtig los, mindestens 15% Steigung! Naja, sagen wir gefühlte 15%. Ich konzentriere mich darauf, unterhalb des 'roten Bereiches' zu bleiben - auch wenn der Tacho unter 10 km/h fällt. Ja, mein Eingeborener hatte Recht - schön gleichmäßig ist es ja...
Ich klemme mich an das Hinterrad eines Mitfahrers, fixiere seine Ritzel und kurble wie im Trance weiter.

Irgendwann wird eine Art Lücke zwischen den Gipfeln und Berghängen sichtbar - "Das muß der Pass sein!" denke ich, und Erleichterung macht sich in mir breit. Eine Mitfahrerin, die ich gerade im Zeitlupentempo überhole, muß wohl Gedanken lesen können, denn sie deutet irgendwo nach rechts oben und keucht "Da müssen wir hoch..."

Ich gucke in die angegebene Richtung und sehe steile Serpentinenrampen, die direkt in die Felswand gehauen scheinen. Alles klar. Was bin ich froh, SPD-Clickpedale zu fahren. In den Schuhen kann man wenigstens mit Würde gehen und schieben. Doch es wird weniger schlimm als erwartet, obwohl ich ganz schön beißen muss. Tatsächlich habe ich noch ein paar Körner übrig, als die Gebäude auf dem Pass in Sichtweite kommen, und in bester Pantani-Manier gehe ich aus dem Sattel, um die letzten Meter hochzustürmen. Komisch, daß mich die Kräfte direkt hinter dem Fotografen verlassen und ich wieder auf den Sattel plumpse...

Die Rast an der Labestation fällt kurz aus, denn es weht ein kalter, schneidender Wind, und ich fange an zu frieren. Ofenpass, soso. Fällt wohl in die gleiche Kategorie wie der 'gleichmäßige Anstieg' von vorhin. Also noch eine Banane (die Käsebrote sehen nicht dolle aus, und diejenigen Mitfahrer, die es dennoch wagen, stoßen beim Kauen Staubwölkchen aus), Regenjacke und Armlinge an, Flasche aufgefüllt, und rein in die Abfahrt.

Diese ist fahrerisch nicht schwer, da es keine wirklich scharfen Kurven oder Kehren gibt, und auch nicht allzu schnell. Im Handumdrehen finde ich mich in dem 'Gegenanstieg' wieder, vor dem mich Haky schon gewarnt hatte. Und in der Tat, der zieht sich länger hin als ich erwartet habe, und kostet nochmal richtig Kraft. Belohnt werde ich anschließend mit einer heißen Abfahrt Richtung Zernez. Das Tempo hoch, die Landschaft grandios, insbesondere der Blick in das linkseitige Spöltal. Der Tacho erreicht streckenweise 78 km/h - so schnell war ich noch nie auf dem Rad. Gegen Ende der Abfahrt geht es mehrfach in langgezogenen Kurven durch diese 'Halbtunnel' - in einem davon wird es unangenehm, denn der Fahrbahnbelag ist plötzlich sehr uneben und wellig. Hiervor hätte die Rennleitung unbedingt warnen sollen bzw. Warnschilder aufstellen müssen. Das kann schnell danebengehen!

Bald ist Zernez erreicht, und etwas widerwillig halte ich an der Labestation - es ist noch ein weiter Weg bis Martina, und dazwischen gibt es keine Versorgung mehr. Schade um den schönen Schwung!
Ich mache großzügig Pause, eine Banane, 2 wirklich leckere Stücke Kuchen, und ein paar Becher rosa Suppe, die ich notgedrungen trinke, nachdem der Bierbauch hinter der 'Theke' anscheinend wirklich nicht weiß, was der 'Cocktail Contador' ist, den ich verlange. Selbst das Klopfen auf die Ellenbogenbeuge, die ich ihm entgegenhalte, kann oder will er nicht verstehen....

Weiter geht's ins Engadin - ich habe noch Haky im Ohr: "Du musst eine gute Gruppe finden, sonst kämpfst Du ewig im Gegenwind!". Tja, Gegenwind ist da, aber von Gruppe keine Spur. Macht nichts, Gegenwind sind wir Fischköppe ja gewohnt, und ich fahre nicht auf Zeit. Stattdessen geniesse ich die Landschaft und mache Fotos. Nach einer Weile kommt von hinten eine richtig schnelle Truppe auf - ich gebe alles um auf ihr Tempo zu beschleunigen, und hänge mich hinten dran. Ab da ist Express angesagt - der Tacho geht selten unter 45 km/h, doch die Freude währt nicht allzu lang, denn die Jungs wechseln sich schnell ab, und plötzlich stehe ich allein vorne im Wind. Ich versuche, meine Pflicht zu tun, aber mehr als 38-39 sind bei mir nicht mehr drin, und ich gehe ziemlich schnell wieder raus. Ein paar Kilometer später laufen wir auf eine langsamere Gruppe auf, und ich lasse den ICE davonziehen...

Doch die neue Gruppe ist mir zu langsam, und so fahre ich bis etwa Scuol mehr oder minder alleine. Trotzdem, oder gerade deswegen geniesse ich dieses Stück. Schöner kann Radfahren doch kaum sein! Berge links, der mintgrüne Fluss rechts, dank fast ständigem, leichten Gefälle auch ein gutes Tempo, schönes Wetter, ohne zu heiß zu sein - Herz, was willst Du mehr? Streckenweise ertappe ich mich dabei, wie ich anfange zu 'heizen', doch der Gedanke an die lauernde Norbertshöhe bringt mich schnell dazu, etwas Gas herauszunehmen.

Bei Scuol laufe ich auf 3 andere Fahrer auf und klinke mich in die kleine Gruppe ein, mit der ich ereignislos bis Martina durchrausche. Dort halte ich an der letzten Labestation, ich will Kräfte sammeln für die fiese Norbertshöhe. Doch meine Ängste sind unbegründet - obwohl das hart ist, meine Oberschenkel brennen, meine Lunge pfeift - es geht weitaus besser als noch am Freitag. Angepasstes Tempo ist das Zauberwort. Trotzdem bin ich ziemlich erledigt, als ich an der Norbertshöhe ankomme, und sehnsüchtig schweift mein Blick nach links zu unserer Pension - was freue ich mich auf ein paar entspannte Bier dort auf der Terrasse!

Doch erstmal geht es in die letzte Abfahrt nach Nauders, zum Zieleinlauf. Gerne würde ich über selbigen schreiben, über das tolle Gefühl, es geschafft zu haben - aber leider verläßt mich meine Erinnerung direkt bei der Unterführung, denn ich stürze schwer im Ziel und wache erst in Krankenwagen wieder auf. Doch das ist eine andere Geschichte. Immerhin wird nichts nachbleiben....

Fazit? Leichter als gedacht, härter als geglaubt - nächstes Jahr wieder? Ich denke schon, diesmal auf der Männerstrecke...

Haky Offline




Beiträge: 3.462

02.07.2011 21:15
#84 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Toller Bericht....danke Georg......kann nicht wirklich schreiben was ich empfinde wenn ich den lese....vielen vielen dank Georg....wirklich super geschrieben.....ich freue mich auf 2012....

Das Leben ist wie ein Fahrrad: Man muss sich ständig fortbewegen, wenn man das Gleichgewicht nicht verlieren will.
Einstein.....

Georg Offline




Beiträge: 922

02.07.2011 21:35
#85 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

@Haky...danke für die Blumen. Hab mir Mühe gegeben...

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

03.07.2011 09:05
#86 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Klasse Bericht über die Mädchenrunde....

Schmeiße ich mal auf die Homepage.

http://ollanner-radteam.de/index.php?opt...=132&Itemid=148

Georg Offline




Beiträge: 922

03.07.2011 09:47
#87 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Danke, Chefe. Kriegst heute noch Bilder von mir. Nochmal zur Mädchenrunde:

Brutto 6:10
Netto 5:20
Schnitt: 24,5

Immerhin konnte ich mich in meiner Runde ins Mittelfeld plazieren - Leute die sich überschätzen landen ganz hinten...wenn überhaupt.

Haky Offline




Beiträge: 3.462

03.07.2011 09:49
#88 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Das riecht nach Krieg:-)

Das Leben ist wie ein Fahrrad: Man muss sich ständig fortbewegen, wenn man das Gleichgewicht nicht verlieren will.
Einstein.....

Ollanner Offline




Beiträge: 3.706

03.07.2011 10:01
#89 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Musste halt immer auf die anderen warten.

Nein, eigentlich oder ganz bestimmt ist die "kleine" Runde völlig ausreichend. Gerade für uns Flachlandtiroler.

Ich sagte ja bereits, dass ich nicht mehr antreten werde. Geschafft ist geschafft.Aber gesund war es mit Sicherheit nicht und Spaß fühlt sich auch anders an.

Meine Hochachtung hat jeder, der so einen Giro mitfährt. Egal ob "klein" oder "groß".

Im Übrigen hättest Du auch mitfahren sollen, Haky. Auf dem kleinen Giro ist ein Typ mitgefahren (wohnte auch bei uns im Hotel, ca. 70 Jahre alt, Tourenrad (man munkelte Torpedo Dreigang), Latschen an den Füßen und sah aus wie der Großvater von Heidi!
Der hätte uns vor dreißig Jahren wahrscheinlich richtig nass gemacht.

Georg Offline




Beiträge: 922

03.07.2011 10:29
#90 RE: dreiländergiro - Erlebnisbericht Thread geschlossen

Zitat von Ollanner Rennziege
Musste halt immer auf die anderen warten.

Nein, eigentlich oder ganz bestimmt ist die "kleine" Runde völlig ausreichend. Gerade für uns Flachlandtiroler.

Ich sagte ja bereits, dass ich nicht mehr antreten werde. Geschafft ist geschafft.Aber gesund war es mit Sicherheit nicht und Spaß fühlt sich auch anders an.



Stimmt schon, und wenn ich sage, nächstes Jahr vielleicht die große Runde, dann nicht, weil es unbedingt noch mehr oder noch härter sein muss, sondern weil die Bilder / Videos vom Stelvio einfach grandios sind. Obwohl er nicht so viel höher ist als der Ofenpass, ist es doch eine 'richtig' alpine Landschaft.

Schiss habe ich aber wirklich vor der Abfahrt. Da hoffe ich auf genug Vernunft und Selbstdisziplin. Inzwischen weiss ich ja, wie weh ein Sturz schon bei geringem Tempo tut. Die Vorstellung, bei 70+ vielleicht so einen Geröllhang runterzufliegen...Schauder.

Bis auf den Sturz fand ich es aber (für mich) nicht ungesund, da war HH - Berlin, wie ich finde, VIEL schlimmer. Und Spaß hat der 3LG auf jeden Fall gemacht. Einzig die ewige Hin- und Rückfahrt ist richtig ätzend.

Schaun' mer mal...

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